Bienenwachstücher herstellen

Für unsere WorkCamps haben wir fleißig unsere praktischen Einheiten getestet.

Es hat großen Spaß gemacht und es war eigentlich eine ganz einfache Aktion.

Wir haben im Vorfeld Bio reines Bienenwachspellets im Internet bestellt. Man kann aber natürlich und viel lieber auch beim Imker vor Ort nach Bienenwachsgranulat fragen. Dann haben wir uns aus unserem doch recht großen Sortiment an Stoffresten Stücke herausgesucht und sie mit der Zickzakschere oder ohne auf die Größe 30×30 cm geschnitten.

Die Wachspellets haben wir in einem Topf erhitzt. Eine riesen Sauerei, die man sich sparen kann. Denn wir haben gefühlte Stunden am Ende gebraucht, um den Topf wieder sauber zu bekommen. Dabei reicht es völlig, einige Pellets direkt auf dem Stoff zu verteilen. Zwischen Bügelbrett und Stoff und auf dem Stoff haben wir zum Schutz Backpapier jeweils benutzt. Gut war, dass das Backpapier ein gutes Stück größer war, als der Stoff, denn das Wachs breitet sich doch sehr aus.

Und dann hieß es bügeln. Wichtig war, dass das Bügeleisen nicht zu heiß wurde und nicht zu lange gebügelt wurde, denn sonst rußt das Wachs auch gerne mal. Wir haben soviel Wachs genommen, dass am Ende keine Poren/Löcher mehr sichtbar waren, denn das Tuch soll ja Frischhaltefolie ersetzen.

Jeder, der an diesem Tag ins Haus kam, kam erst einmal schnuppernd nach oben zu uns, denn das heiße Wachs hat einfach herrlich gerochen. Und die Tücher sind auch ziemlich gut geworden.

Ich verwende meins zum Einwickeln meines Pausenbrotes. Aber man kann auch Schüsseln damit abdecken oder es als Unterlage benutzen. Schon durch Körperwärme wird das Tuch weich und entsprechend formbar. Wird die Wachsschicht einmal porös, kann man sie einfach wieder zwischen zwei Backpapierstücken mit dem Bügeleisen reparieren. Zum Reinigen wird es einfach lauwarm feucht abgewischt.

Tschüss Frischhaltefolie!

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