Was bedeutet eigentlich …

Nachhaltigkeit

Der Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Calowitz (1645-1714) gilt als der „Vater“ der Nachhaltigkeit.
Er übertrug den Gedanken der Nachhaltigkeit auf die Forstwirtschaft.
In einem Wald sollte nur so viel Holz abgeschlagen werden, wie er in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann.
Gro Harlem Brundtland, Vorsitzende der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung:
Ein Konzept für nachhaltige Entwicklung, wurde erstmals 1987 von der Brundtland Kommission, der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung formuliert und definiert, und lautet:

„Sustainable development meets the needs oft he present without compromosing the ability of future generations to meet their own needs.“

„Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“

Grüne Berufe

„Grüne Berufen“ sind Berufe, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen, ökologischen „grünen Zukunft“ leisten.

Grüne Berufe sind Jobs, die negative Effekte auf das Klima verringern, weil sie umfassend rohstoff- und klimaschonend sind.

Außerdem sind sie fair, das heißt, ökologisch, ökonomisch und sozial ausgerichtet.

 

Weitere Informationen findest du unter:

https://www.deine-zukunft-ist-gruen.de/informieren/berufe/
https://www.bildungsserveragrar.de/ausbildung/gruene-berufe/

Grüne Berufe nach ILO

Umweltberufe sind nach der ILO:

  • Berufe, deren Zusammenhang im Umweltschutz über die Tätigkeit offensichtlich ist. Das sind nach der deutschen Arbeitsagentur ca. 40 Berufe im Berufsfeld des Umwelt- und Naturschutzes und meint unter anderem Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Technikerinnen in Umweltschutztechnik etwa im Bereich der erneuerbaren Energien und Umweltinformatikerinnen.
  • Gleichzeitig gilt „Jeder Job ist grün“, wenn das berufliche Handeln im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet ist.

Jeder Job ist grün!

 

Weitere Informationen findest du unter:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/kiel/content/1533719689746

Berufsfelder

Weiter gefasst findest du in allen anderen Branchen nachhaltige Jobs.

Nimmt man die Wirkung einzelner Jobs als Maßstab wie in der Definition der ILO, sind „grüne“ Jobs aber auch außerhalb der Umweltbranche zu finden:

  • überall dort, wo sich Menschen beruflich für den Wandel hin zu einer ressourcen- und klimaschonenden, Wirtschaftsweise engagieren.

Zum Beispiel, wenn sich Mechatronikerinnen und Mechatroniker mit Elektrofahrzeugen beschäftigen, wenn sich Maurerinnen und Maurer um die richtige Wärmedämmung kümmern oder Energie- und Gebäudetechnikerinnen und -techniker Photovoltaikanlagen installieren.

Auch nicht technische Berufe kommen demnach in Frage, zum Beispiel in Handels- oder Dienstleistungsunternehmen.

Greening von Berufen

Fachleute gehen davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt für umwelt- und klimaschutzbezogene Jobs positiv entwickeln wird. Demnach werden insbesondere Umwelt- und Effizienztechniken eine Schlüsselrolle für die Wirtschaft insgesamt spielen – gerade auch für klassische Wirtschaftsbereiche wie Autoindustrie oder Maschinenbau.

Hintergrund ist, dass sich das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung seit den 1990er-Jahren in der Politik und zunehmend auch in der Wirtschaft durchgesetzt hat. In der „Agenda 2030“ wurde es von den Vereinten Nationen 2015 noch einmal bekräftigt und in 17 Nachhaltigkeitszielen in konkrete Schritte übersetzt. Das Leitbild beruht auf der Einsicht, dass es Grenzen für die Tragfähigkeit des Planeten gibt. Nachhaltig ist demnach eine Entwicklung, die dauerhaft tragfähig ist – sowohl ökonomisch, ökologisch als auch sozial. Eine Wirtschaft, welche dies erfüllt, wird oft auch als „Green Economy“ bezeichnet.

Um eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu erreichen, ist ein umfassender Wandel über alle Branchen hinweg nötig: eine ökologische Modernisierung von Produktion und Dienstleistungen. Der Wandel betrifft unter anderem die Handlungsfelder:

  • Energieversorgung
  • Ressourcennutzung (Rohstoffe, Wasser und Land)
  • Mobilität und Infrastruktur
  • und Konsum.

Vor diesem Hintergrund wird die Notwendigkeit eines „Greenings“ diskutiert. Darunter wird die ökologische Umgestaltung von Arbeitsplätzen allgemein verstanden, unabhängig davon, ob sie einer Umweltbranche zuzurechnen sind.

Greening

„Greening“ meint die ökologische Umgestaltung von Arbeitsplätzen und -abläufen im Allgemeinen, unabhängig von den eigentlichen Berufsfeldern. Dies geschieht durch die:

  • Steigerung der ökologischen Effektivität, beispielsweise durch Verringerung des CO2 Ausstoßes im Betrieb und darüber hinaus.
  • Steigerung der sozialen Effektivität durch Gleichberechtigung, faire Löhne und Arbeitsbedingungen sowie Leistungsgerechtigkeit.
  • Steigerung der wirtschaftlichen Effektivität, zum Beispiel durch bewussteren Materialeinsatz, durch Vermeidung von Abfällen und so durch eine zeitgemäße Wettbewerbsfähigkeit.

Besser…
Anders…
Weniger…
Gerechter…
Andauernder…

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die 17 Ziele einer nachhaltigen Entwicklung der 2030 Agenda sind Wegweiser für eine globale Entwicklung auf den drei Ebenen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt gemeinsam mit den Jugendlichen aktiv zu handeln und etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.

 

Weitere Informationen findest du unter:

Ziele der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung

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