Amrei Magdanz

Wie lebst du grün?

Seit einigen Jahren bemühe ich mich sehr, vor allem weniger Müll zu produzieren. Ich kaufe ich überwiegend regional ein, um zum einen auch kleinere Unternehmen vor Ort zu stärken und den CO2 Ausstoß durch lange Transportwege so gering wie möglich zu halten.

Bei Lebensmitteln fällt mir das recht leicht. Ich kaufe loses Gemüse und Obst, achte darauf, dass alles mindestens aus Deutschland kommt und nehme nur Milchprodukte und Getränke in Glaspfandbehältern.

Dabei darf gerne alles Bio und fair gehandelt sein. Wenn es ein Lebensmittel nicht in Bioqualität gibt, dann wähle ich auf jeden Fall ein regionales. Exotisches Obst und Gemüse gibt es bei mir nur selten.

Weniger Müll verursache ich auch dadurch, dass ich viele Dinge selbst zubereite und keine doppelt verpackten Fertiggerichte kaufe. Darüber hinaus ist das meist auch viel preiswerter und leckerer.

Die größte Veränderung habe ich vor etwa zwei Jahren beim Fleischkonsum vorgenommen. Mir ist es wichtig, dass Tiere unter lebenswerten Bedingungen gehalten werden, mit Freigang und natürlichem Futter. Natürlich ist das teurer und daher habe ich meinen Konsum stark reduziert. Wenn ich Fleisch kaufe, dann nur aus ökologischer Haltung – am liebsten von einem Hof in der Nähe, weil das wiederum CO2 spart.

Das Futter für meine Katzen stammt übrigens auch wenigstens aus Fleisch und Produktion aus Deutschland. Das Streu aus Deutschland und/oder nachwachsenden Rohstoffen.

Was würdest du gerne noch ändern?

Ich möchte in Zukunft auch noch bei Milchprodukten mehr auf gute Haltung der Tiere achten. Verzicht fällt mir aber sehr schwer, da ich für mein Leben gerne Milchprodukte esse. Außerdem sind in vielen Produkten (wie zum Beispiel Süßigkeiten oder Backwaren) Milcherzeugnisse enthalten. Auf solche Produkte möchte ich verzichten.

Auf mein Auto bin ich auf Grund der Ortslage meines Wohnorts und meiner Arbeitsstelle jeden Tag angewiesen. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nur selten und erst ab dem nächsten Ort. Wenn ich meinen Arbeitsbeginn anpasse, könnte ich dort allerdings mit dem Fahrrad hinfahren, um dann mit dem Bus weiterzufahren. Die Umsetzung ist fest vorgenommen.

Inzwischen

Mein Vorhaben, weniger Milchprodukte zu konsumieren, konnte ich noch nicht umsetzen.
Allerdings durchaus, dass ich keine Fertigprodukte mehr kaufe. Ich stelle noch mehr selbst her. Zusätzlich beziehe ich  inzwischen etwa 80% meiner Lebensmittel von einer solidarischen Landwirtschaft und muss nur wenig dazukaufen.
Tatsächlich habe ich mir sogar ein Jahresabo für den Bus zur Arbeit gekauft und wollte ab März nur noch einmal in der Woche mit dem Auto fahren. Leider kam dann Corona dazwischen und ich konnte das noch nicht umsetzen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.